Starte einen Timer und lege das Produkt für dreißig Sekunden „auf Eis“. In dieser Mikro-Pause frage: Würde ich es zum vollen Preis, ohne Rabatt, immer noch nehmen? Wenn ja, warum genau? Wenn nein, welcher Reiz ließ mich klicken? Diese Mini-Bremse trennt echte Bedürfnisse von Impulsen, die nur auf Rabatten oder Verknappung beruhen.
Vergleiche drei Varianten eines Produkts: teuer, mittel, schlecht positionierter Köder. Entferne gedanklich oder visuell die offensichtlich schwache Option. Entscheide erneut. Wenn deine Wahl kippt, hat der Köder das Spielfeld verzerrt, damit die mittlere Variante attraktiver wirkt. Notiere, welche Merkmale dich beeinflussten. So schützt du dich vor der künstlich erzeugten „perfekten Mitte“.
Schreibe in unter einer Minute zwei kurze Listen: konkrete Nutzungsszenarien und messbare Alternativen. Vermeide allgemeine Wünsche wie „besser“ und notiere stattdessen überprüfbare Kriterien. Ergänze, was du dafür aufgibst, etwa Geld, Platz oder Zeit. Diese Klarheit verwandelt drängende Lust in prüfbare Annahmen und lässt dich vernünftiger vergleichen, ohne Entscheidungsfreude zu verlieren.





